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ACHTUNG: Die Berning-Geschichte ist noch nicht komplett! Ich kann auch nicht garantieren, dass alle Informationen richtig sind, da sie aus verschiedene Quellen zusammengefügt worden sind. Wer mehr über die Firmen von Alfred Berning weiß, meldet sich bitte per Email. Letzte Änderung: 26. Dezember 2005. Berning in SchwelmOtto Berning hatte in Schwelm eine Firma für Bekleidungzubehör, die Firma "ASTOR-Werk Otto Berning GmbH & Co." Diese existiert noch immer, siehe www.astor-berning.de. Ottos beide Söhne Otto Berning Jr. und Rudolf Berning hatten später der Leitung von Astor-Berning. Ottos 3. Sohn, Hans-Heinrich Berning (1909-1986), machte sich 1933 selbstständig mit der Firma "Otto Berning & Co. - Abteilung Robot - Schwelm", mit finanzieller Hilfe seines Vaters, sowie seines Onkels Hermann Berning. Der Firmenname ist irreführend, denn nur rein unternehmensrechtlich gehörte die Robot-Kameraproduktion zur Firma des Vaters. De facto bestand eine selbständige Abteilung in Düsseldorf unter der Leitung von Hans-Heinrich Berning. Erst 1938 vollzog er den Schritt zur rechtlichen Unabhängigkeit und gründete in Düsseldorf die Firma "Robot Berning & Co.". Die Robot Kameras werden noch immer gefertigt, siehe www.robot.de. Für die Robot-Geschichte siehe ROBOT-Camera-Museum. Es gab auch noch eine Waschmaschinenfirma "Rondo-Werke Berning & Co.", Markgrafenstraße 5 in Schwelm, diese wurde geleitet van Hermann und Helmut Berning und wurde nach 1960 von Brown, Boveri & Cie (BBC) übernommen.
In einem Bericht an einen Kunden schreibt die Firma Rafflenbeul am 21. Januar 1946: "Seit der Wiederaufnahme der Fabrikation haben sich die Verhältnisse derart verschlechtert, dass wir Anfang dieses Monats unseren Betrieb aus verschiedenen Gründen schliessen mussten, d.h. wir warten noch auf das Permit (Produktionserlaubnis) welches wir demnächst zu erhalten hoffen. Aus diesem Grunde ist es uns leider nicht möglich, Ihnen das gewünschte Angebot zu unterbreiten. Lederwalzen wurden während des Krieges nicht hergestellt, werden aber nach Besserung der Verhältnisse diesen Artikel in unser Programm wieder aufnehmen. Gust. Rafflenbeul, i.V.: Krüfler, i.V. Kraft."
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Alfred Berning
Alfred Berning (sohn van Ernst) gründete 1943 als Zweigunternehmen der Firma Rafflenbeul eine Maschinenfabrik "Alfred Berning KG". Diese hatte aber ihren Sitz in Frankenberg (Eder). Die Firma Alfred Berning in Schwelm steht in der Liste von Firmen, welche während des Zweiten Weltkrieges Zwangarbeiter eingesetzt haben. Von Frankenberg aus lieferte man bearbeitete Einzelteile sowohl für die Motoren- als auch für die Schuhmaschinenproduktion. Auch für Astor-Berning hat man Arbeiten ausgeführt. 1989 wurde die Firma in "Berning-Maschinenfabrik GmbH" umbenannt, sie ist im Internet zu finden unter www.berningma.de.
Einer der erfolgreichsten Berning-Vertreter war Herr Lehn in Bad Dürkheim.
"Universal" Motoren
Soweit bekannt, bedeutet die 1. Ziffer in der Motornummer das Baujahr, und die 2. und 3. Ziffer stehen für den Monat. Zum Beispiel: Motor 0X03102 sollte der 102. Motor aus März 1960 gewesen sein. Ausnahmen hierzu scheinen die D6K und D8K aus 1960 und 1961 zu sein? Was die Buchstabe bedeutet, ist mir nicht bekannt....
B = D8, D8K, DK8 D, R, F, H, X, N, M = Di7 N, M, E = Di8 Beim D6 und D8 muss zuerst das Schwungrad abgezogen werden, bevor das Aluminium Lüftergehäuse abgenommen werden kann. Außerdem ist das Kurbelwellengehäuse an der unteren Seite geschlossen. Beim D6K und D8K kann das (Aluminium- oder Blech-) Lüftergehäuse abgenommen werden, ohne das Schwungrad zu entfernen. Das Kurbelwellengehäuse hat bei diesen Motoren an der unteren Seite einen angeschraubten Deckel. Herr Dieter Raschick, Schweiz, hat in den 50-er Jahren als Praktikant bei Motorenbau Alfred Berning gearbeitet, und hat viele Informationen für diese Seite beigesteuert. Alle blau markierten Textstellen auf dieser Seite sind von ihm geschrieben worden (vielen Dank an Klaus Schmitt für das Einsenden):
Die umfangreiche Typenliste für den 6 PS-Motor auf der Internet-Seite ist recht interessant. Aber hier wurden vermutlich kundenspezifische Besonderheiten jeweils als neuer Typ geführt. So hatte jeder Kunde seinen eigenen Anschlussflansch, das Starten des Motors erfolgte einmal mit einem Lederflachriemen auf dem Pulli, ein anderer Kunde wünschte einen Hebelstarter, usw. Für stationäre Anwendungen gab es ein Motorgehäuse mit Fussbefestigung. Wirkliche Änderungen am Motor sind mir nur zwei bekannt:
Ich habe bei der Fa. Berning ab März 1952 als Praktikant gearbeitet, allerdings zunächst in den Abteilungen der Firma Rafflenbeul. Später dann - etwa ab Frühjahr 1953 wechselte ich in den Motorenbau und war dann mit Herrn Ing. Arthur Hensel bis in den Herbst 1953 im Aussendienst tätig. Da die Motoren häufig überdreht wurden, was zu enormen Pleuellager-Schäden führte, mussten nachträglich Drehzahlregler montiert werden; wir wollten unsere Kunden nicht verlieren. Ich reiste mit Ing. Arthur Hensel in Deutschland herum, reparierte die Motoren vor Ort und montierte überall die Regler. Weitere Änderungen am Motor sind mir nicht bekannt, aber ich habe die Firma in den letzten Jahren ihres Bestehens nicht mehr besucht.
Anschliessend arbeitete ich, allerdings mit Unterbrechungen, wieder in der Firma, sowohl im Motorenbau, als auch bei Rafflenbeul. Im September 1954 verliess ich die Firma, um mich meinem Ing.-Studium zu widmen. Bis Ende 1956 verdiente ich mir mein Studium durch Arbeit in den Ferien bei Berning. Im März 1957 legte ich das Staatsexamen ab und ging in die Schweiz.
FahrzeugmotorenMit Interesse habe ich den Beitrag über das Schweizer Motorrad "Universal Meteor" in Markt 12/88 gelesen. Dazu habe ich einige interessante Ergänzungen anzubringen, die auch Eingeweihten kaum bekannt sein dürften: In den Jahren 1952 bis 1954 arbeitete ich als Praktikant in der Firma Motorenbau Alfred Berning in Schwelm/ Westfalen. Diese Firma war Lizenznehmerin der Firma 'Universal' und baute die stationären Motoren von 6 und 12 PS (letzteren als 4-Takt-Boxer). Diese Motoren wurden mit grossem Erfolg in sogenannten Einachsschleppern verschiedener Firmen eingebaut. Im Jahre 1953 tauchte plötzlich ein wunderschöner Boxermotor auf dem Prüfstand auf. Es handelte sich um den 580-ccm Motorradmotor. Aus steuertechnischen Gründen wurde dieser Motor in Schwelm dann auf knapp unter 500-ccm reduziert. Ich erinnere mich noch gut daran, dass die Laufruhe bei heisser Maschine etwas zu wünschen übrig liess. Man erklärte das mit zunehmendem Ventilspiel in Folge ungleichmässiger Ausdehnung der verschiedenen Teile des Motors. Diese Maschine sollte in einem Rahmen modernster Konzeption mit Vorderrad-Schwinge der Firma 'Rabeneick' eingebaut werden. Weiterhin wurde der Motor der Kleinstwagen-Fabrik 'Champion' in Mannheim/Ludwigshafen in einem kleinen Kombi als sogenannter Unterflur-Motor erprobt. Wie viele Motoren wirklich gebaut wurden, weiss ich nicht, da ich die Firma verliess, um mich meinem Studium zu widmen. Irgendwann in den späten 60er- oder frühen 70er-Jahren schloss der Motorenbau Berning endgültig die Tore. Die Zeit der Motorräder war vorbei: das Volk wollte beim Fahren ein Dach über dem Kopf. AußenbordmotorenDieselmotoren
W.E. Meyer, Mitarbeiter der Pennsylvania State University (USA) schreibt 1957 in einem Bericht über die europaische Motorenproduktion:
Ende
So, das sind nun Aufzeichnungen aus dem Gedächtnis. Immerhin liegt diese Geschichte 50 Jahre zurück, meine letzte Tätigkeit als Werkstudent bei Berning erfolgte 1956. Da ich nach Schwelm keine Kontakte mehr habe, kann ich Ihnen auch niemanden angeben, der Ihnen Zusätzliches erzählen kann; vermutlich lebt auch niemand meiner damaligen Kollegen mehr. Ich war ja zu jener Zeit erst 17/18 Jahre alt.
TeileHier werden noch Neuteile für Berning-Motoren verkauft:Fa. Karlheinz Graf Motoren und Motorenteile Schliengener Straße 12 D-79379 Müllheim Tel.: 07631/5495 Fax: 07631-14513 www.graf-motoren.de. LinksBesuche meine Berning Typen-Seite, um die von Berning gebauten Motoren zu sehen.Besuche das Berning Register, um die Nummern aller bekannten noch existierenden Berning-Motoren zu sehen.
Vielen Berning-Motoren haben einen OBA-Vergaser. Unter www.motorenbau.de.vu gibt es einen interessanten Überblick über deutsche Motorenbaufirmen. Da sind auch einige Informationen über Berning.
WER WEIß MEHR?
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