Während des Ersten Weltkrieges stellte Protos die Produktion auf die Bedürfnisse der Armee um. Besonders wurden Lazarettwagen und Generatorfahrzeuge hergestellt sowie andere Spezialfahrzeuge. Für mannigfaltigen Bedarf wurden Maschinensätze als Kraft- un Lichtquelle hergestellt, besonders auch für Scheinwerfer. "Die Entwicklung des Verbrennungsmotorenbaues bei der Siemens & Halske A.G.", von Ernst Becker, Berlin 1932: Der bereits 1912 für Protos-Personenwagen hergestellte B-Motor von 14/38 PS wurde einem Bedürfnis der Kriegs- und Schiffsbautechnischen Abteilung der Siemens-Schuckertwerke entsprechend umgebaut und es wurden davon 1913 - 1917 für Scheinwerfer-Aggregate und Bootszwecke 78 Stück geliefert. Im letzten Jahrzehnt vor dem Kriege [1914-1918] stellte sich ständig wachsend ein erheblicher Bedarf an beweglichen Licht- bzw. Kraftquellen ein. Bei der Konstruktion der dazu erforderlichen Motoren war eine Anlehnung an die Bauart der gebräuchlichen kleinen ortsfesten Motoren nicht erwünscht, da die Ausführung zu schwer war und der Verwendungszweck einen Motor von möglichst geringem Gewicht und größter Betriebssicherheit vorschrieb. Es war daher naheliegend, daß man der Konstruktion den allgemeinen Aufbau der Automobil-Motoren zugrunde legte. Anfänglich gelangten hauptsächlich Einzylinder-Motoren zur Verwendung.
Eine besondere Ausbildung mußten die Motoren, welche zum Betrieb der Telefunken-Station verwendet wurden, erhalten. Eine unerläßliche Bedingung für derartige Motoren ist eine gute Regulierungsfähigkeit und Konstanthaltung der Drehzahl bei Übergang von Vollast auf Leeflauf. Dies ist notwendig, da sonst der Ton, der von der Periodenzahl des Wechselstrom-Generators abhängig ist, zu stark geändert werden, und beim Telegrafieren die scharfe Abstimmungsfähigkeit der hohen Frequenzkreise beeintrachtet würde.
Links im Bild sieht man den Maschinensatz auf einem Traggestell aufgebaut; rechts ist das Röntgen-Stativ aufgestellt und in der Mitte die Schalttafel. Die hintere Kurbelgehäusehälfte des Motors trug einen Anguß aus Aluminium, der das Gehäuse für die Dynamo bildete und den Polring trug. Die Leistung des Maschinesatzes belief sich auf 1,8 kW. Die tragbare Einrichtung wurde in einem Sanitätskraftwagen von einem Verbandsplatz zum anderen gefahren und kam hauptsächlich da in Betracht, wo eine rasche Transportmöglichkeit von einer Stelle zur anderen verlangt wurde.
Maschinensätze dieser Leistung wurden von 1911 - 1915 in einer Anzahl von rd. 400 Stück hergestellt.
Der Motor, welcher 7 PS bei 1600 Umdrehungen leistete, wurde auch für Scheinwerfer-Betriebe im deutschen und ausländischen Heere verwendet. Von diesem Motor wurden insgesamt 410 Stück geliefert.
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