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Berning Dieselmotoren
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Berning Viertakt Dieselmotoren, luftgekühlt


"Bei Berning Diesel-Motoren, die auf Grund der steigenden Forderung der der Landwirtschaft und Industrie nach sparsamen und zuverlässigen Kleindieselmotoren entwickelt wurden, ist der Verbrennungsraum in Form einer Wirbelkammer in den Leichtmetallzylinderkopf eingegossen. Er besitzt Bohrungen für die Einspritzdüse und für eine Anlaßzündhilfe, wobei je nach Verwendungszweck Zündpapier oder eine elektrische Glühkerze benutzt werden kann.
Der Brennstoff wird durch Bosch-Einspritzpumpe und Düse mit Kühlrippe dem Brennraum zugeführt. Die Regelung der eingespritzten Brennstoffmenge erfolgt durch einen Fliehkraftregler, der auf der Kurbelwelle angebracht ist, während die Drehzahlregelung und das Abstellen des Motors durch Verstellen der Reglerfeder von außen mit Hebel oder Bowdenzug vorgenommen werden kann.
Der Steuerung der Ventile oder Stößel, Stoßstange und Kipphebel ist an das Druckölsystem der Lager angeschlossen. Die Schmierung erfolgt durch selbst ansaugende Zahnradpumpe, die Reinigung des Schmieröls durch vorgeschaltetes Permanentfilter. Alle Ölleitungen sind Gehäusebohrungen und Bohrungen in Kurbel- und Nockenwelle. Überschlüssig gefördertes Öl läuft durch ein Überdruckventil wieder in das Kurbelgehäuse zurück.
Die oberflächengehärtete Kurbelwelle und die Treibstange laufen in Gleitlagern.
Die Luftkühlung erfolgt durch ein als Schwungrad ausgebildetes Gebläserad und ein Spezialgehäuse mit Luftführung zum Zylinder und Zylinderkopf.
Das Spezialgehäuse ist als Flansch für das Anflanschen von Wechselgetrieben für Fahrzeugbetrieb oder Bootsgetrieben, elektrischen Generatoren, Pumpen, Kompressoren usw. ausgebildet.
Das Anwerfen des Motors erfolgt von der Nockenwelle aus von Hand oder durch elektrische Anlasser mit Zahnkranz und Schwungrad. Die Nockenwelle ist für den Anbau von Riemenscheiben für Kraftabnahme mit halber Drehzahl (n = 1500) eingerichtet.
Bemerkenswert ist, daß die Zugänglichkeit zu allen Teilendes Motors besonders berücksichtigt wurde, und einfache Montage und Demontage gewährleistet ist. Das Gewicht ist mit Rücksicht auf die verschiedensten Verwendungszwecke durch weitgehende Verarbeitung von Leichtmetall niedrig gehalten."
Quelle: Text von Motorenbau Alfred Berning in "Deutsche Verbrennungsmotoren", 1955.

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Links Berning Di3/7 (1955), 300 cm³, 3 bis 7 PS bei 1500-3000 U/min, Gewicht 46 kg.

Rechts Berning Di9 (1954) oder Di5/10 (1955), 500 cm³ (80 x 99 mm), 5 bis 10 PS bei 1500-3000 U/min, Gewicht 85 kg.


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Berning Di7, früheste Ausführung, 345 cm³, 3 bis 7 PS bei 1500-3000 U/min, Gewicht 52 kg. "Als Sockel- und Flanschmotor mit Schwungrad, das gleichzeitig als Lüfterrad ausgebildet ist, Kraftabnahme wahlweise mit voller Drehzahl vom Schwungrad oder mit halber Drehzahl von der Nockenwelle, Bosch-Einspritzpumpe, Schmieröl-Umlaufpumpe, Verbrennungsraum ist in Form einer Wirbelkammer in den Leichtmetall-Zylinderkopf eingegossen."
Kein Reinigungshebel für das Ölfilter.

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Der frühe Berning Di7 war auch als liegende Ausführung lieferbar für Standbetrieb. Leistung 7 PS, Hubraum 345 cm³, Gewicht 65 kg.


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Berning Di7, Ausführung von 1958. 375 cm³ (75 x 85 mm), 7 PS bei 3000 U/min. Der Andrehkurbel soll im Gegenuhrweisersinn gedreht werden. Bei den Di7 von 1958 und 1959 ist der Startluntenhalter waagerecht in Zylinderkopf, durch dem Kraftstofftank hindurch.

Es gab viele Probleme mit diesem frühen Zylinderkopf, sie wurden meistens ersetzt durch eine neue Version mit schräg eingeschraubte Luntenhalter (siehe Zeichnungen unter). Die Motoren waren auch schwierig an zu drehen, wegen des Kurbelns im Gegenuhweisersinn mit Nockenwellengeschwindigkeit. Auf dem Di7 von 1958 in rechtes Bild wurde eine extra Übersetzungsgetriebe angebaut um das Andrehen zu erleichtern.


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Berning Di7 von 1959 mit 375 cm³ (wie oben).


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Berning Di7, gebaut von 1959 bis 1962. 425 / 427 cm³ (80 x 85 mm), 5,5 bis 8 PS bei 2000-3000 U/min. Gewicht 52 kg. Mit schräg eingeschraubte Luntenhalter, größerem Ansaugkrümmer und Kühlluftdurchführungen im Kurbelgehäuse. Der Auslasskrümmer war später ebenfalls größer.


1961 kam der Nachfolger Berning Di8, gebaut bis 1965. 482 cm³ (85 x 85 mm), 6 bis 8,5 PS bei 2000-3000 U/min. Die Ansaug- und Auspuffkrümmer waren gleichförmig. Diese Motoren scheinen ab 1963 kein Reinigungshebel für das Ölfilter mehr zu haben.

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Diese Motoren wurden auch von Motores Centauro in Barcelona, Spanien in Lizenz gefertigt, oder nur geliefert, als Berning-Centauro Di8.


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Berning Di10. Zuerst 603 cm³ (88 x 100 mm), dann rund 1958-1959 630 cm³ (90 x 100 mm). Später rund 1962-1965 511 cm³ (85 x 90 mm), 6 bis 12 PS bei 1500-3000 U/min. Es gab rund 1962 kein Reinigungshebel mehr für das Ölfilter. Der Tank hat einen externen Kraftstofffilter.

Es gab rund 1959-1961 ebenfalls einen Berning Di12, diese sieht ähnlich aus wie die Di10. 710 cm³ (95 x 100 mm), 6 bis 12 PS bei 1800-3000 U/min.


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Ein Berning Di10 von 1962, auf einem Schmiedag Einachsschlepper. Diese war im 1997-er Bermbacher Einachserrennen. Kraftstoff-Förderpumpe angetrieben von Ansaugluft. Der Motor hat einen externen Kraftstofffilter.


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Agria 2800 mit Berning Di10, mit elektrischem Starter und Lichtmaschine. Besitzer: Zeljko Tomičević.

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Im "1965 World Survey of Small Engine Developments" von W.E. Meyer, ist dieser Motor als Berning Di6 benannt, mit 6 PS bei 3000 U/min. Meyer schreibt (aus Englisch übersetzt):
"Die Berning-Motoren haben neu gestaltete Zylinderköpfe. Bei der neuesten Version befindet sich die Glühkerze an einer anderen Position als die Blindkerze in der Abbildung. Dieser Motor verfügt über Tauchschmierung. Ein automatisches Ventil in der Kipphebelgehäuseabdeckung erzeugt ein Vakuum im Inneren des Motors, um den Luftstrom zu fördern, der Ölnebel und Dampf in das Kipphebelgehäuse befördert, um den oberen Ventiltrieb zu schmieren. Andere Motoren mit Druckschmierung verfügen häufig über eine Rückführung der Kurbelgehäusegase zum Einlass.
Bemerkenswert am Berning-Motor ist auch, dass er über eine Kurbelwelle aus Gusseisen verfügt. Die Lagerung erfolgt wälzgelagert. Da bei einer einteiligen Welle jedoch das Pleuellager geteilt sein muss, verfügt der Motor über ein Gleitlager. Bei Verwendung einer konstruierten Welle ist die Pleuelstange üblicherweise auf einem Rollenlager gelagert."

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