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Links Berning Di3/7 (1955), 300 cm³, 3 bis 7 PS bei 1500-3000 U/min, Gewicht 46 kg.
Rechts Berning Di9 (1954) oder Di5/10 (1955), 500 cm³ (80 x 99 mm), 5 bis 10 PS bei 1500-3000 U/min, Gewicht 85 kg.
Berning Di7, früheste Ausführung, 345 cm³, 3 bis 7 PS bei 1500-3000 U/min, Gewicht 52 kg. "Als Sockel- und Flanschmotor mit Schwungrad, das gleichzeitig als Lüfterrad ausgebildet ist, Kraftabnahme wahlweise mit voller Drehzahl vom Schwungrad oder mit halber Drehzahl von der Nockenwelle, Bosch-Einspritzpumpe, Schmieröl-Umlaufpumpe, Verbrennungsraum ist in Form einer Wirbelkammer in den Leichtmetall-Zylinderkopf eingegossen."
Kein Reinigungshebel für das Ölfilter.
Der frühe Berning Di7 war auch als liegende Ausführung lieferbar für Standbetrieb. Leistung 7 PS, Hubraum 345 cm³, Gewicht 65 kg.
Berning Di7, Ausführung von 1957-1958. 375 cm³ (75 x 85 mm), 7 PS bei 3000 U/min. Der Startluntenhalter sitzt waagerecht in Zylinderkopf, durch dem Kraftstofftank hindurch.
Die Berning-Motoren Di7 und Di8 haben Druckumlaufschmierung durch selbstansaugende Zahradpumpe, welche über einen Spaltfilter ausaugt. Der Knebel am Schmierölfilter soll wenigstens einmal am Tage nach rechts und links gedreht werden, um Ablagerungen zu entfernen. Überdruckventil am Ende der Ölleitung gegen zu hohen Öldruck.
Berning Di7 von 1958 mit 375 cm³ (wie oben). Diese Motoren hatten entweder keinen Buchstaben oder ein D in der Motornummer.
Diese Motoren waren schwierig an zu drehen, wegen des Kurbelns im Gegenuhrweisersinn mit Nockenwellengeschwindigkeit. Auf dem Di7 von 1958 in rechtes Bild wurde, um das Andrehen zu erleichtern, ein extra Umdreh- und Übersetzungsgetriebe angebaut.
Im Laufe des Jahres 1958 erhielt der Berning Di7 mit 375 cm³ Hubraum eine neue Andrehvorrichtung, mit Zahnradantrieb zur Nockenwelle.
Ab Februar 1959 (?) wurde der Hubraum auf 425 cm³ erhöht, erkennbar am Buchstaben „R“ in der Motornummer? Der Luntenhalter blieb weiterhin horizontal, der Ansaugrohr hatte noch eine Schraube zum Einspritzen von Öl.
Bild 25: Frühe (?) Zahnradüberbringung: Nockenwelle dreht im Uhrzeigersinn, Andrehen direkt auf der Nockenwelle. Oben Nockenwelle, mittig rechts Kurbelwelle, unten Ölpumpenantrieb. |
Bild 24: Spätere (?) Zahnradüberbringung: Nockenwelle und Andrehen im Gegenuhrzeigersinn.
Bild rechts: Entgültige Zahnradüberbringung: Nockenwelle im Gegenührzeigersinn, Andrehen im Uhrzeigersinn mittels extra Zahnrad auf der Nockenwelle. |
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Berning Di7 mit 425 / 427 cm³ (80 x 85 mm), gefertigt von 1959 bis 1962. 5,5 bis 8 PS bei 2000-3000 U/min. Gewicht 52 kg. Mit schräg eingeschraubte Luntenhalter, größerem Ansaugkrümmer, Kühlluftdurchführungen im Kurbelgehäuse, und der entgültige Ausführung der Andrehvorrichtung.
Etwa ab September 1959 (?), wurden die Motoren mit dem bekannten schräg eingeschraubten Luntenhalter ausgestattet. Buchstaben F, H, X, N (?) in der Motornummer. Der Auspuffkrümmer war später identisch am Ansaugkrümmer.
Der Nachfolger Berning Di8 scheint nahezu identisch zu sein, mit nur einer größeren Bohrung.Gefertigt von 1962 bis 1965. 482 cm³ (85 x 85 mm), 6 bis 8,5 PS bei 2000-3000 U/min. Die Ansaug- und Auspuffkrümmer waren gleichförmig.
Diesen Motoren scheinen ab 1963 kein Spaltfilter mit Knebel mehr zu haben, sondern eine austauschbare Ölfilterpatrone. Ein Buchstabe M in der Motornummer, 1965 ein E.
Diese Motoren wurden auch von Motores Centauro in Barcelona, Spanien in Lizenz gefertigt, oder nur geliefert, als Berning-Centauro Di8.
Und der Di7 auch von Hispanomotor, als Lizenz von Lombardini, 85 x 80 mm, 454 cm3, 3.000 r.p.m. Fabricado en España. Quelle: Red de Patrimonoi Industrial de Cantabria.
Berning Di12, links die Version von 1958, rechts die von 1960 (Quelle: "Deutsche Verbrennungsmotoren").
Im Gegensatz zu den Bildunterschriften scheinen beide Fotos eher einen Di7 von rund 1959 zu zeigen.
Der Unterschied zwischen den Motoren Di10 (links) und Di12 ist etwas unklar. Es gibt diesen Vermeldungen:
| Vermeldung/Register |
Type |
Hubraum cm³ |
Bohrung x Hub mm |
| 1958 V |
Di12 |
603-610 |
88 x 100 |
| 1959 V |
Di10 [?] |
630 |
90 x 100 |
| 1960 V |
Di12 |
708-710 |
95 x 100 |
| 1962-1965 R |
Di10 |
511 |
85 x 90 |
Zusammenfassend scheinen die Di10 90 mm Hub zu haben, die Di12 100 mm Hub.
Es gab rund 1962 kein Reinigungshebel mehr für das Ölfilter. Zusätzlich zur Filterpatrone bei der Schmierölpumpe bekamen diese Motoren ein Nebenstromölfilter. Diese wurde anstelle des Überdruckventils am Ende der Ölleitung angeschlossen, und das Öl nach Filtrierung im Kurbelgehäuse geführt. Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass es die Ölkapazität des Motors erhöht und die Ölreinheit verbessert, ohne den Ölfluss durch den Motor zu beeinträchtigen. Bei einige Maschinen ist der Nebenstromölfilter vertikal am Kraftstoffbehälter befestigt, beim Agria 2800 horizontal darunter.
Ein Berning Di10 von 1962, auf einem Schmiedag Einachsschlepper. Diese war im 1997-er Bermbacher Einachserrennen. Kraftstoff-Förderpumpe angetrieben von Ansaugluft. Der Motor hat einen externen Nebenstromölfilter.
Agria 2800 mit Berning Di10, mit elektrischem Starter und Lichtmaschine. Besitzer: Zeljko Tomičević.
Im "1965 World Survey of Small Engine Developments" von W.E. Meyer, ist dieser Motor als Berning Di6 benannt, mit 6 PS bei 3000 U/min. Meyer schreibt (aus Englisch übersetzt):
"Die Berning-Motoren haben neu gestaltete Zylinderköpfe. Bei der neuesten Version befindet sich die Glühkerze an einer anderen Position als die Blindkerze in der Abbildung. Dieser Motor verfügt über Tauchschmierung. Ein automatisches Ventil in der Kipphebelgehäuseabdeckung erzeugt ein Vakuum im Inneren des Motors, um den Luftstrom zu fördern, der Ölnebel und Dampf in das Kipphebelgehäuse befördert, um den oberen Ventiltrieb zu schmieren. Andere Motoren mit Druckschmierung verfügen häufig über eine Rückführung der Kurbelgehäusegase zum Einlass.
Bemerkenswert am Berning-Motor ist auch, dass er über eine Kurbelwelle aus Gusseisen verfügt. Die Lagerung erfolgt wälzgelagert. Da bei einer einteiligen Welle jedoch das Pleuellager geteilt sein muss, verfügt der Motor über ein Gleitlager. Bei Verwendung einer konstruierten Welle ist die Pleuelstange üblicherweise auf einem Rollenlager gelagert."
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